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Trauer um Helmuth Habig
Seine schwere Erkrankung, von der er im August vorigen Jahres erfuhr, hatte ihn schon gezeichnet. Und doch machte er sich immer wieder von der zweiten Höhe auf den Weg zu seinem TUSEM-Sportplatz. Am späten Abend des 8. Juli 2011 ist Helmuth Habig kurz vor Vollendung seines 69. Lebensjahres gestorben. Der einst eisenharte Verteidiger hat seine schwerste Abwehrschlacht verloren. Mit seiner Frau Karin, seiner Tochter Svenja, seinem Schwiegersohn Axel und seinen Enkeln Marius und Mara trauern wir vom TUSEM um einen liebenswerten Menschen, der einen großen Teil seines Lebens in den Dienst unserer Gemeinschaft gestellt hat. Helmuth Habig zog Ende der 60er Jahre mit seiner Familie zur Margarethenhöhe. Damals spielte er bei seinem Stamm-Verein ESV 99 (heute ESG 99/06). Anfang der 70er Jahre verpflichtete ihn der Vorstand der Fußballabteilung als Trainer der ersten Mannschaft. In den 80er Jahren übernahm er diese Aufgabe noch einmal. Am 1. April 1982 wurde er Mitglied unserer Gemeinschaft. Helmuth Habig betreute zahlreiche Fußball-Jugendmannschaften im TUSEM und übernahm auch Vorstandsfunktionen in dieser Abteilung. Auf meine Bitte hin kandidierte er 1994 als Beisitzer des Präsidiums. Er übernahm die Verantwortung für die Platzanlage und unsere Gebäude. Immer achtete er darauf, dass sich alles in einem tadellosen Zustand befand. Oft kamen unserem TUSEM die ausgezeichneten Kontakte des Beamten der Stadt Essen zu Gute. Helmuth Habig ging 2007 als Verwaltungsleiter des Tiefbauamtes in den Ruhestand. Er war ein sehr geselliger Mensch. Das konnten wir auf vielen Feiern und Fahrten erleben – er war ein Kumpel. Und obwohl wir den Beamten oft gehänselt haben, entsprach er so gar nicht dem gängigen Klischee dieses Berufsstands. Helmuth Habig war ein ungemein hilfsbereiter Mensch. Viele junge Sportler haben davon profitiert, wenn es um einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz ging. Sein Herz schlug für den Fußball und unseren TUSEM und seinen Fußballern hat er sich bis zuletzt verbunden gefühlt. Ihnen galt seine Fürsorge und für sie stand er immer bereit. Wenn ich ihn im Klinikum besuchte, galt die erste Frage dem TUSEM und den Fußballern. Und wie sehr hätte er sich gefreut, wenn er den Bau des Kunstrasenplatzes, für den er sich so stark eingesetzt hat, noch hätte miterleben dürfen. Wie oft haben wir bei den Heimspielen der 1. Fußballmannschaft nebeneinander gestanden, haben über schlechte Leistungen gemeckert und über TUSEM-Tore gejubelt. Jetzt kommt Helmuth nicht mehr durch sein „Habig-Tor“ an der Lührmannstraße auf den Platz. In der Halbzeit gibt es kein Pils mehr im Clubhaus. Ein prima Sportkamerad und guter Freund ist nicht mehr. Aber immer werden da Spuren sein, die uns an ihn erinnern. Wir stehen tief in der Schuld von Helmuth Habig, der sich um unseren TUSEM verdient gemacht hat. Wir werden ihn nie vergessen. Ulrich Gaißmayer |
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 11. Juli 2011 um 12:53 Uhr |